Die traumhafte German Riviera

Strände, Wälder, Felder, Wiesen und die gesunde Ostseeluft lassen Sie den hektischen Alltag vergessen.
Staunen Sie über wunderbar erhaltene und sanierte Städte und Gebäude, die Geschichten erzählen. An der German Riviera gibt es atemberaubende Natur und kulturelle Schätze zu entdecken.

German Riviera will Gäste aus dem Ausland locken

Wenn Albrecht Kurbjuhn von Kühlungsborn und seinen Visionen für das Ostseebad spricht, dann gerät der 58-Jährige ins Schwärmen, ohne dabei die Realität aus den Augen zu verlieren. 1992 verbrachte er mit seiner Frau Dagmar seinen ersten Urlaub hier, seit dem war für beide klar: Hier oder nirgends.

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„Wir haben uns halsüberkopf in diesen Ort verliebt“, erinnert er sich. Ein Jahr später eröffneten sie bereits als Seiteneinsteiger ihr eigenes Hotel: den „Polar-Stern“ in der Ostseeallee 24. Sechs Familienmitglieder arbeiten hier: Neben Kurbjuhn selbst und seiner Frau, auch seine beiden Töchter, sein Bruder und Kurbjuhns Schwiegersohn Christian Kerber. Albrecht Kurbjuhn weiß, wie schön Kühlungsborn ist, seine Gäste wissen es auch. Aber was ist mit denjenigen, die noch nicht hier waren? Denen will der Hotelier das traumhafte Bad an der Ostsee ebenso schmackhaft machen. Und nicht nur das, sondern die gesamte Region von Wismar bis nach Warnemünde. Aus dem Grund hat er vor fünf Jahren mit einer privaten Marketingvereinigung mit 21 Mitgliedern die Marke „German Riviera“ entwickelt. „Unser Ziel ist es, mehr ausländische Gäste in die Region zu holen“, sagt Kurbjuhn. Dabei denkt er vor allem an die Nachbarn aus Dänemark und Südschweden. Von Kopenhagen nach Kühlungsborn braucht man gerade mal

um die vier Stunden. Von Baden-Württemberg in den Norden doppelt so lang – für ein verlängertes Wochenende zu weit. „Mecklenburg-Vorpommern ist unheimlich beliebt, es wäre ein Riesenfehler sich auf dem Erfolg auszuruhen“, betont der Geschäftsmann. Deshalb ist eins der Ziele von „German Riviera“ die Saison zu verlängern, und die Auslastung sowie Kaufkraft zu erhöhen.

„Wir haben gigantische Wettbewerbsvorteile“, sagt Kurbjuhn. 14 Prozent der Gäste seines Hauses kommen bereits aus dem Ausland. Im Land MV sind es nur drei Prozent. Deshalb hat der Hotelinhaber nicht nur Skandinavier im Blick. Seine neue Zielgruppe: die Chinesen. Europa stehe bei den Asiaten hoch im Kurs und was die Französische Riviera kann, kann die „German Riviera“ schon lange: „Es ist nur eine Frage des Selbstbewusstseins.“ Dass es in Kühlungsborn kein Massentourismus gebe, sei ein großer Vorteil. Gerade die Chinesen würden unter einem unheimlichen Leistungsdruck stehen und mit Umweltverschmutzung kämpfen. „Wir verkaufen hier heile Welt“ sagt Kurbjuhn. Um Mecklenburg bei den Chinesen ins Gespräch zu bringen, gab es im vergangenen und in diesem Jahr einen deutsch-chinesischen Künstleraustausch. „Künstler dienen als Botschafter ihrer Heimatländer“, sagt der gebürtige Hesse. Und so reisten Künstler aus MV nach Qingdao in den Osten Chinas und umgekehrt. „Unsere Zielgruppe in Kühlungsborn sind kunst- und kulturinteressierte Gäste“, sagt Kurbjuhn. Deshalb würde er sich für den Ort auch mehr hochwertige Galerien und einen höheren Anspruch bei Kunst und Kultur wünschen. Für die Saisonverlängerung schlägt der Inhaber des Polar-Sterns vor, die Konzertgärten länger zu nutzen, etwa indem ein Teil überdacht wird, und somit auch bei schlechtem Wetter Veranstaltungen stattfinden können. Außerdem sieht er Nachholbedarf bei der allgemeinen Qualität des Einzelhandels. „Wir wollen nicht nur Badetourismus, sondern Menschen, die Deutschland mit ihrer Kultur kennenlernen wollen“, sagt Kurbjuhn. Seine Erklärung für die hohe Auslastung in Kühlungsborn: Die Kombination aus großstädtischer Infrastruktur sowie die hohe Qualität der Ausstattung und des Service‘ auf der einen Seite und die ursprüngliche Natur auf der anderen Seite. Außerdem gebe es eine ausgezeichnete Wellnessstruktur.