Shoppen in Kühlungsborn – Hier gibt es nichts von der Stange

Noch ist Kühlungsborn in Sachen Shoppen ein Geheim-Tipp. In den zahlreichen Boutiquen der Stadt gibt es ausgefallene Teile zu bezahlbaren Preisen. Längst haben Geschäfte ihre Stammkunden, und die meisten von ihnen kommen nicht aus Kühlungsborn. Das hat jetzt auch die Studie eines Stadtplanungsbüros aus Nordrhein-Westfalen bestätigt. Eine frische Brise Ostseeluft, feiner Sandstrand und dazu Einkaufsläden mit ausgefallenen Kleidungsstücken – das ist Kühlungsborn. Hier finden Sie die perfekte Kombination, um Erholung, Erlebnis und Shopping miteinander zu verbinden.

Aus dem Grund sind auch Gerda Wiedemann und Ursula Wilke aus Lübeck (Schleswig-Holstein) hier. „Wir haben eine dicke Brieftasche dabei“, sagt Gerda Wiedemann und sieht sich derweil in der „SchuhLounge“ von Katrin Ziesig-Wendt in der Poststraße um. Hier gibt es Modelle in fast allen Farben und Formen. Das Motto: Langweilig gibt’s nicht. „Meine Schuhe sind was Besonderes, aber bezahlbar“, sagt Ziesig-Wendt. Mit dazu gibt es gleich die passenden Accessoires wie Taschen oder Schmuck. Aber auch exquisite Lederjacken, elegante Geldbörsen und coole Mützen hat die modebewusste Kühlungsbornerin im Angebot. „Die Läden hier sind sehr schön. Vor allem die Verkäuferinnen sind sehr freundlich“, sagt Ursula Wilke.

Melanie Lange ist Inhaberin der Läden „Melange“ in der Hermann- und Strandstraße. Wer herkommt sieht sofort, hier gibt’s nichts von der Stange: „Wir haben Mode gegen den Einheitslook. Wir heben uns mit ausgefallenen Schnitten und bunten Sachen ab“, sagt die 38-Jährige. Hosen, Jacken und Shirts in knalligen Farben und auffallenden Mustern machen Lust auf den Sommer. Dazu gibt es passende Gürtel, Ketten und Taschen in fröhlichen Farben und mit witzigen Applikationen. Im Trend liegen jetzt die Leder-Armbänder von Noosa: „Die Marke kommt aus Amsterdam“, sagt Melanie Lange. Kleine und große Steine aus natürlichen Materialien wie Kürbis, Muscheln, Knochen oder Keramik können auf dem Armband individuell zusammengestellt und ausgetauscht werden. Neben den Einheimischen und vielen Urlaubern kommen auch Kunden aus Rostock, Wismar und Schwerin nach Kühlungsborn, um bei ihr nach ungewöhnlichen Teilen zu suchen. Eine von ihnen ist Kathleen Loebsin aus Rostock. Die 32-Jährige verbindet einen Strandausflug mit ihrer besten Freundin, gern um ein bisschen inden ausgefallenen Boutiquen des Ostseebades zu bummeln. Im „Melange“ ist sie fündig geworden. Gleich zwei neue Fetzen-Jeans nimmt sie mit nach Hause. „Kühlungsborn ist immer ein Ausflug wert mit seiner grünen Umgebung, den kleinen Galerien, schönen Cafés und zahlreichen Läden. Mit meiner Freundin sitze ich gern am Wasser und gucke danach noch ein bisschen nach ausgefallenen Teilen“, sagt sie. Außerdem geht sie gern in den Laden „Pier 14“. „Die Sachen sind locker und leger. Ich mag den Stil und die Marken, die dort verkauft werden.“

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Im Geschäft „Melange“ findet man was zu trendigen Klamotten passt: Lederarmbänder mit Nieten oder Strass.

Melanie Lange kann verstehen, dass viele Gäste zum Einkaufen wieder kommen: „Die Läden hier sind einfach kleiner und individueller, schön sortiert. Wir müssen nicht alles nehmen, sowie die großen Häuser.“ Das sieht auch Verkäuferin Silke Fuchsa so: „Die Atmosphäre ist einfach einmalig. Die Ostsee und das Drumherum – Kaffee und Einkaufen am Meer.“

Das Stadtplanungsbüro Junker + Kruse aus Dortmund erstellte vor Kurzem ein Einzelhandelskonzept für Kühlungsborn. Indem wurde bestätigt, dass die Stadt am Meer gut aufgestellt ist was Geschäfte betrifft. Kleidung, Schuhe und Lederwaren seien neben Nahrungs-und Genussmitteln besonders gefragt. 173 Einzelhändler, davon acht Supermärkte und einen Baumarkt gibt es bereits in Kühlungsborn. Fast 50 Prozent der Kundschaft kommt laut Junker + Kruse nicht aus dem Ostseebad.

Genau wie Ines und Jule Bogner aus Rosdorf in der Nähe von Itzehoe (Schleswig-Holstein). Mutter und Tochter machen einen Kurzurlaub an der Ostsee und sind begeistert von der Stadt und ihren Einkaufsmöglichkeiten: „Das hätten wir nicht gedacht. Es ist auch so ordentlich hier und schön dekoriert“, sagt Ines Bogner. Schön dekoriert ist es in jedem Fall im Geschäft „Traum & Zeit“ in der Hermannstraße. Hier gibt es geschmackvolle Accessoires für Zuhause. „Wir haben ausgewählte Waren zum Verschenken, für den gedeckten Tisch, zum Dekorieren, aber auch Möbel“, sagt Inhaberin Britta Busch, der außerdem noch das Geschäft „Fliesen & Wohnambiente“ in der Cubanzestraße gehört. Um für ihre Kunden immer up to date zu sein, fährt sie zu den Herstellern höchstpersönlich nach Italien, Frankreich oder Belgien. Denn für sie ist wichtig: „Es muss besonders und individuell sein.“ Die Trends seien sehr vielseitig, von rustikal über silberfarben bis hin zu modern. Die Shopping-Möglichkeiten in Kühlungsborn findet Britta Busch insgesamt super. „Wir haben keine großen Ketten, das macht das Besondere aus. Wir haben frische Luft, Sonne und Meer und wenn unsere Gäste das genossen haben, gehen sie weiter shoppen“, sagt Britta Busch und lacht.

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Im Dekoladen „Traum & Zeit“ gibt es schöne Wohnaccessories für jeden Geschmack.

Jennifer Lange, ist Verkäuferin im „Liebeskind Berlin Store“ in der Strandstraße. Hier gibt es hochwertige Taschen des gleichnamigen Geschäfts. Dazu gehören außerdem „Pier 14“ und der „Marc O‘ Polo“-Store, ebenfalls beide in der Strandstraße. „In Kühlungsborn gibt es nicht so viel von der Stange“, sagt die 24-Jährige. Außerdem werde der Kunde wie ein Freund behandelt. „Im Pier 14 haben wir eine schöne Couch, da können unsere Gäste Prosecco trinken oder eine Bar an der es Kaffee gibt“, sagt sie. Und Janett Czarnitzki, Studentin und Aushilfe im „Marc O’ Polo“-Store ergänzt: „Bei uns wird der Kunde ehrlich beraten. Wenn ihm mal was nicht steht, sagen wir das auch.“

Gudrun Fritz ist Verkäuferin im „Gaastra-Store“ in der Strandstraße: „Das Wasser zieht viele zum Einkaufen her.“ Viele Kunden, auch aus Hamburg, kommen immer wieder, sagt sie. Einkaufen in Kühlungsborn sei eben auch ein Erlebnis. „Im Winter gibt es Glühwein am Hafen, im Sommer Prosecco.“ (ado)

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Auffallend: Gudrun Fritz aus dem Gaastra-Geschäft zeigt aktuelle Mode in knalligen Farben.