Viel Geschichte in einer jungen Stadt – 75 Jahre Kühlungsborn

 

Kühlungsborn ist bei weitem nicht die älteste Stadt Deutschlands oder des Nordens, aber am 1. April 2013 erreicht das Ostseebad ein stolzes Alter von 75 Jahren. Die Stadtgründung ist zwar nicht mit etwas rühmlichen verbunden, aber trotzdem schauen viele Einwohner mit Stolz auf die positive Entwicklung des Ortes zurück.

Wir schreiben den 1. April 1937 – an diesem Tag werden Brunshaupten und Arendsee zusammengelegt und bilden vorerst die Gemeinde „Ostseebad Brunshaupten- Arendsee“. Dies war der erste Schritt zur Stadtwerdung. Genau ein Jahr später wird der Gemeinde das Stadtrecht zugesprochen und der Name „Kühlungsborn“ verliehen. All dies geschah allerdings im Sinne der Propaganda des damaligen Regimes und hatte keine kommunalrechtliche Bedeutung. Erst nach dem Sturz des NS- Regimes, wurde Kühlungsborn allmählich wieder zu einem Badeort und Anlaufstelle für Touristen. So konnte das Ostseebad in den folgenden Jahrzehnten einen positiven Trend der Urlauberzahlen verzeichnen und überschritt 1967 erstmalig die Grenze von 100.000 Urlaubern.

Während dieser Zeit fügt sich jedoch ein dunkles Stück Geschichte in die Ortschronik ein. Es handelt sich um die „Aktion Rose“, in deren Rahmen Besitzer von Hotels, Pensionen und auch mittelständischer Betriebe enteignet wurden. Die Immobilien wurden daraufhin verstaatlicht und vom Feriendienst des FDGB‘ s in Ferienheime umgewandelt.

Nach der Wende bekam Kühlungsborn ein „Facelifting“. Es wurden viele Sanierungsarbeiten unternommen, sowie Neubauten errichtet. Natürlich mit dem Hintergedanken Kühlungsborn weiter als einen angesehenen Urlaubsort zu integrieren, der sein eigenes Flair versprüht. Das gelingt bis heute durch die wundervoll erhaltene Bäderarchitektur, welche den Ort kennzeichnet, und eine enge Verbundenheit zur Natur darstellt.

Mittlerweile ist Kühlungsborn zu einer Stadt gereift, die trotz ihrem jungen Alters jede Menge zu erzählen hat und an jeder Straßenecke ein kleines Stück Geschichte versteckt.