Smarter Urlaub im Aparthotel Am Weststrand

Das Aparthotel Am Weststrand hat eine App entwickelt. Die digitale Gästemappe bietet u.a. Ausflugstipps, Interviews aus dem Ort, Tipps für die Gesundheit und für das Wohlbefinden. Gerade Gesundheit und Ernährung sind große Themen unserer Zeit und zu Recht in aller Munde, wenn man bedenkt, welche enorm positiven Auswirkungen eine bewusste, ausgewogene Ernährung hat. Daher spricht der Küchenchef des Hauses – Philipp Röhring – im folgenden Interview über konkrete Tipps zum Ernährungsverhalten, die verschiedenen Angebote des Am Weststrand Aparthotels und darüber, wie man auswärts eine gute Restaurantküche erkennt.

Stichworte regional und saisonal: Wo kauft das Am Weststrand Aparthotel seine Lebensmittel ein?
Wir versuchen sehr oft, regional einzukaufen. Das sind Händler, Erzeuger, Produzenten hier in der Region und im weiteren Mecklenburger Umfeld. Dazu gehören z. B. Ostseefisch vom Fischereibetrieb Keppler, Bio-Weiderind, Wildbraten wie Reh und Wildschwein oder auch Gemüse. Weil das bei den benötigten Mengen, die in einem modernen Hotelbetrieb täglich verarbeitet werden, nicht immer ausreicht, nutzen wir zusätzlich den Großhandel. Die Großhändler wiederum kaufen ebenfalls bei regionalen Erzeugern und haben diese Ware dann im Sortiment. Im zweiten Schritt kommt es übrigens auch sehr darauf an, wie man das Lebensmittel behandelt.

Was bedeutet gesunde Ernährung aus ihrer Sicht? Und wie wird das konkret für die Hotelgäste umgesetzt?
Man verzichtet weitgehend auf Convenience-Produkte. Frisches Zubereiten ist das A und O. Grundsätzlich kommt es natürlich darauf an, wie die Ernährung individuell passt: das Verhältnis Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate etwa, das man mit dem Ernährungsberater abstimmt. Oder möchte man z.B. abnehmen, ist der Stoffwechsel übersäuert und ähnliche Themen. Auch mögliche Unverträglichkeiten bzw. Lebensmittel­allergien können wir beachten und die Zutaten des Gerichts daraufhin auswählen.

Es gibt auch eigene, hausgemachte Produkte Am Weststrand?
Ja, wir selbst produzieren Basilikum-Pesto, Rucola-Pesto, Knoblauch-Peperoni-Öl, Balsamico-Dressing und Zitro­nen-Vinaigrette. Diese Produkte werden frisch und ohne weitere Zusatz- oder Konservierungsstoffe hergestellt. Sie finden in unserer Restaurantküche Verwendung, können bei uns probiert und auch käuflich erworben werden.

Welche Lebensmittel werden saisonal im Herbst und Winter wieder auf den Tisch kommen?
Ganz klassisch kommen in der Herbstsaison Gemüsesorten wie Kürbis und verschiedene Rüben- und Kohlsorten, Grünkohl und Quitten in die Küche, außerdem natürlich das große Thema Wildfleisch. Es gibt auch die Idee, vielleicht ein Enten- oder Gänseessen für unsere Stammgäste anzubieten. Was mir dabei wichtig ist: die Frage des Anrichtens. Man füllt heute den Rotkohl nicht einfach auf den Teller wie gehabt, sondern richtet ihn z. B. als Strudel oder als Rotkohl-Tarte an. Die alten Rezepte neu interpretieren, was gut und bekannt ist, anders gestalten und ein bisschen verfeinert. So dass die Mecklenburger Küche weiterhin praktiziert wird, man aber immer wieder neu Lust aufs Essen und Genießen bekommt. Das ist unser Motto.

Woran erkenne ich eine gute Küche in anderen Restaurants?
Da gibt es ganz unterschiedliche Aspekte, auf die man achten kann. Wie ist der Service, wie wird angerichtet, sind wenig Convenience-Produkte auf dem Teller? Haben die Saucen und Suppen die richtige Konsistenz und natürlich, hat es wirklich richtig gut geschmeckt? Man kann praktisch das gesamte Gastgeber-Konzept durchgehen und beobachten, nicht nur die Speisen. Man kann schmecken und sehen, ob hier ein guter Grundstein gelegt wurde.

Und worauf sollte ich als Privatverbraucher beim Einkauf von Lebensmitteln achten?
Auf jeden Fall nicht hungrig einkaufen gehen, weil sonst das Falsche in den Korb kommt. Es schadet auch nicht, sich einen Überblick über seine Vorräte zu verschaffen, damit nicht doppelt eingekauft wird. Bei Obst und Gemüse sollte man immer darauf schauen, dass kein Schimmel und keine Druckstellen vorhanden sind. Fleisch muss neutral riechen, Fisch sollte keinen unangenehmen Duft haben und nach Druck wieder in die ursprüngliche Form zurückfinden. Grundsätzlich ist es gut, etwas Wissen darüber zu haben, wie die Rohstoffe bzw. Lebensmittel verarbeitet werden – also nicht nur deshalb kaufen, weil es günstig war.

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