Garmisch-Partenkirchen & Kühlungsborn

Ins GaPaLand und an den Ostseestrand

Zwei Orte – ein Längengrad

Diese ungewöhnliche Kooperation zwischen zwei auf den ersten Blick so unterschiedlichen Uraubsorten ist nach ersten Gesprächen auf der Göteborger Tourismusmesse 2010 entstanden. Die Tourismusverantwortlichen von Kühlungsborn und Garmisch-Partenkirchen stellten fest, dass die beiden Gemeinden auf dem gleichen, nämlich dem 11. Längengrad liegen. Darüber hinaus einen die beiden Urlaubsdestinationen eine ähnliche Gästestruktur, eine unverwechselbare Landschaft, reine Luft sowie vielfältige Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten. Bereits im September 2011 fand die erste Garmisch-Partenkirchener Festwoche im Ostseebad Kühlungsborn statt, die für beide Partnerstädte ein voller Erfolg war. Oberbayerische Kultur, Kulinarik und Atmosphäre direkt an der Standpromenade. Ein Stoßbuddel-Turnier an der Seebrücke, bayerische Musik und Trachten sowie ein echter Bierzeltabend brachten den Ostsee-Gästen südlichen Flair. Der maritime Gegenbesuch fand im Rahmen des Frühlingsfestes im Mai 2012 statt, wo ein Sandstrand mit Liegestühlen und Feuerkörben zwischen Lüftlmalerei und Bergpanorama entstand und so mancher Lederhosenträger den Abend im Strandkorb ausklingen ließ. Die Freundschaft und die gute Zusammenarbeit der touristischen Partnerstädte besteht auch weiterhin. Das „SEABORN“-Festival, das erstmals im September 2017 in Kühlungsborn stattfindet, ist nach dem Vorbild des „Alpentestivals“ in Garmisch-Partenkirchen an die maritime Umgebung angepasst und weiterentwickelt worden. Bei dem Mitmach-Festival können Natur- und Sportbegeisterte an einer Reihe von Outdoor-Workshops teilnehmen.

Damals und heute – viele Gemeinsamkeiten

Beide Urlaubsdestinationen haben sogar die gleichen Wurzeln, als Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts die Sommerfrischler aus den Großstädten auf‘s Land reisten. In Kühlungsborn entstanden damals die ersten mondänen Logierhäuser in typischer Bäderarchitektur und in Garmisch-Partenkirchen begann mit dem Kainzenbad und der Kreuzeckbahn der Tourismus. Auch damals war schon der Grundgedanke, sich zu erholen und der Gesundheit Gutes zu tun: frische Luft, gutes Klima und Wasseranwendungen gestalteten auch zu jener Zeit schon die Urlaubsaktivitäten – ob nun im Seebad oder im heilklimatischen Kurort. Und dies blieb bis heute in beiden Orten erhalten.